Gespräche am Fenster

In einer Zeit, in der Bettruhe den Tagesablauf bestimmte, entstand die Serie „Gespräche am Fenster“.

Fotografien, deren Motive ausschließlich vom Bett aus erreichbar waren, wurden verwoben mit Gesprächsfragmenten, die täglich unter dem Fenstersims stattfanden. Versatzstücke und Kernaussagen dieser Unterhaltungen ersetzten Teile des Hexadezimalcodes der digitalen Bilddateien – sie färbten die Fotografien ein, verzerrten sie, zerschnitten und drehten sie, bis zur vollständigen Unlesbarkeit.

Die gleiche Technik kam auch bei einer Serie von Schaufensterpuppen zum Einsatz: hier jedoch traten statt Fenstergesprächen streng religiöse Texte und persönliche Erinnerungen in den Code. Sie irritieren, durchdringen das Bildmaterial, setzen die scheinbar leblosen Figuren in Beziehung zueinander, heben einzelne Porträts hervor oder durchbrechen gewohnte Sichtachsen.